0. Weltagrarbericht

 WELTAGRARBERICHT,  8 ZENTRALE  BOTSCHAFTEN                                                     

Die folgenden Punkte sind ein Auszug aus einem Videofilm von Benedikt  Haerlin,  der selber an der Entwicklung dieses Berichtes beteiligt ist.   Siefried Jäckle, er ist Leiter des Forums ProSchwarzwaldbauern, bezeichnet diesen Weltagrarbericht als die  Ernährungsbibel. Dies finde ich ist eine passende Bezeichnung. De 8 Punkte der Bibel:

  1. Problemorientierter Ansatz um konkrete Lösungen zu suchen. Das bedeutet dass politische Handeln muss klar von den realen Problemen ausgehen und z. B. nicht von Interessen einiger Machtgruppen
  2. Multifunktionalität der Bauernhöfe wieder finden. Die Mehrfunktionalität der Bauernhöfe ist der direkte Ausgleich und die Alternative zum Wachstum und der Verdrängung.
  3. Kleinbauern sind für die Überwindung des Welthungers entscheidend. Nicht die modernen Wachstumsbetriebe mit industrieller Produktion sichern die Ernährung, sondern eine breite Basis von Bauernhöfen in den Händen vieler Menschen.
  4. Frauen machen Unterschied, an sie vergebene Kleinkredite bewirken das 2,5-fache Ergebnis für Ernährung. Frauen gehen weltweit verbindlicher mit Ressourcen um ud lasen sich weniger von Prestige leiten.
  5. Hunger vor Ort überwinden. Vor Ort die Potentiale und Ressoucen entdecken und zum Einsatz bringen. In Industrieländern die Vernichtung der Kleinbetriebe stoppen.
  6. Agrarökologische Orientierung der Ernährungspolitik. Eine energiesparende, regionsbezogene Ökologisierung der Produktion ist dringend erforderlich.
  7. Der Gemüseanbau auf Kleinflächen ist die effizienteste Nutzung des Bodens für Ernährung und Hungerbekämpfung: 2 ha Gemüseanbau ernährt eine Faamilie.
  8. Eine öffentliche Forschung in der das Wissen von Bauern/ Bäuerinnen erfasst und aufgewertet wird (eigene Anmerkung: in südbrasilianischen Universitäten wird solches Praxis-Wissen in die Lehre eingebracht und Bauern/Bäuernnen ein Zugang zu Vorlesungen ermöglicht).

Fazit aus meiner Sicht: Das ist Ernährungssouveränität. Diese Thesen vom  Weltagrarbericht  sind als Orientierung und zum Selbstverständnis  wesentlich:

  • Dass die kleineren Bauern mit mehrfunktionalen Betrieben, mit ökologischer Orientierung und Beteiligung der Frauen für die Welternährung so wichtig sind; ist eine Aufwertung der Bedeutung von Klein- und Mittelbauern wie wir sie in Österreich Großteiles noch haben (hier stecken 4 von 8. Punkte von Haerlin drin)
  • Auch in der Gesellschaft ist die Wertschätzung der Bauern immer noch sehr hoch.
  • Also sollen und können sich unsere Bauern  SELBER MEHR BEDEUTUNG GEBEN und ihr Selbstbewusstsein neu finden,
  • DIE GESCHICHTLICHE FREMDBESTIMMUNG DER KLEINEREN UND MITTLEREN BAUERN DURCH  GROSSBAUERN UND DER AGRARINDUSTRIE  MUSS DABEI ÜBERWUNDEN WERDEN.

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