6. Der Wolf muss aus dem Schafstall

Der Verdrängungswettbewerb zwischen Bauern wirkt zerstörend, dieser Einfluss wirkt wie eine „Killerfigur“, die laufend Bauernfamilien schädigt. Und genau dieser Einfluss ist es, von dem sich Bauern trennen müssen, denn es ist ihr „sozialer Gegner“ ihr Killer. Bildlich gesehen ist es der Wolf der aus dem Schafstall muß.

 von Franz Rohrmoser

Zusammenfassung: Hier geht’s um das Eingemachte: Es geht um die 150 Jahre lang versäumte Trennung von 1000 Jahren Zwangsehe, die Ausbeutung der Bauernfamilien in der Grundherrschaft. Bauern, die ihre Zukunft sichern wollen, müssen diese Trennung vollziehen. Einige haben die Trennung bereits vollzogen. Erstens ist in diesem noch vorhandenen  Herrschersystem Demokratie nicht möglich. Zweitens wirkt dieses System gegenwärtig in Form des Verdrängungswettbewerbes zwischen Bauern zerstörend, der Einfluss wirkt wie eine „Killerfigur“, die laufend Bauernfamilien schädigt. Und genau dieser Einfluss ist es, von dem sich Bauern trennen müssen, denn es ist ihr „sozialer Gegner“ ihr Kontrahent, mit dem sie laut Gesetz nicht in derselben Interessenvertretung sein dürften. Es geht um eine Gegnerfeststellung. Bildlich gesehen muss der Wolf aus dem Schafstall weichen. Wir brauchen also eine klare Trennung anstelle der „Verwischmaschine“ des Bauernbundes.

Es ist weder den Bauernfamilien selbst, noch der Allgemeinheit bewusst, dass wir im Bereich der Agrarpolitik eine Weiterführung des alten Ausbeutungs-Systems der „Grundherrschaft“ haben, das von ihrem Wesen her Demokratie ausschließt aber das Geschehen der Politik beeinflusst und lenkt. Die derzeitige Krise der Bauern zeigt uns, wie heute das System dieser Agrarpolitik aussieht: Es gelingt, fast alle Bauernfamilien vor ihren Karren zu spannen.

Die immer alles verharmlosende und  konfliktverleugnende „Verwischmaschine“ des Bauernbundes muss man  symbolisch gesehen einfach abschalten. Sie hat schon viel zu lange die Existenz solcher Gewalt verleugnet, verharmlost und Lösungen damit verhindert. Was heißt das, Interessen von Bauernfamilien zu verwischen? Man tut sie zuerst verleugnen, damit man sie nicht mehr behandeln kann und dann werden diese Interessen  und Existenzwünsche einfach vergessen.

Im Bild gesprochen: Der Wolf muss aus dem Schafstall

Wir wissen es alle, wenn sich Wölfe im Schafstall befinden, kann das nicht gut gehen. Wenn sich diese Kontrahenten im gleichen Stall ohne Trennung befinden, kann keine Ruhe entstehen. Es kann keine neue Entwicklung geben, die Kräfte sind im Konflikt gebunden. Hat der Wolf Hunger dann tötet er Schafe. Diese  werden sich dem Wolf untertänig anbiedern, um dem getötet Werden zu entgehen. So funktioniert die Identifikation mit dem Ausbeuter: Wir brauchen eine verfassungsrechtliche Feststellung der Unverträglichkeit.

TRENNUNG VOM SOZIALEN GEGNER

Bei einer  Vernetzungs-  und Beziehungsarbeit werden sowohl die gemeinsamen Interessen zwischen den  neuen Partnern,  als auch Fremdbestimmung von bisherigen Partnern sichtbar gemacht.  Damit werden bisherige Vermischungen von Bauern-Bäuerinnen mit „ihren sozialen Gegnern“, bewusster und kommen ans Tageslicht. Im Bild ausgerückt  wird jetzt der Wolf im  Schafstall  besser sichtbar und präsent.

Der Ausweg liegt in den neuen Bziehungen: In dem Ausmaß wie nun Bauern- Bäuerinnen  mit neuen, gleichgerichteten Partnern z.B. Gewerkschaft ihre gemeinsamen Interessen  erkennen und dafür einstehen, werden sie sich bereits im neuen Schut befindend auch in der Lage sein, sich von den  bisherigen sozialen Gegnern zu trennen, auch wenn diese aus den eigenen Reihen kommen. Dieser Wechsel macht dann frei von zerstörenden Bindungen.

Wie können Veränderungen eingeleitet und bearbeitet werden

  1. Die Grundlagen unserer demokratischen Staatsverfassung anwenden. Verfassungsexperten haben diese Art von Konflikt erkannt. Daher heißt es im Verfassungsbegriff, dass in der Kammer als der „gesetzlichen beruflichen Vertretung“, keine Klassen- oder Interessengegner Mitglied sein dürfen.  Eine Interessenvertretung muss gegnerfrei organisiert sein und man muss erfahrene Bündnispartner mit Experten zur Unterstützung beiziehen.
  2. Mit dem Prinzip Befangenheit arbeiten. Wir müssen bei einer demokratischen Ernährungspolitik, in der kritische Steuerzahler mitmischen, sowie bei der Sicherung der Rechte von Bauern auch harte Brocken anfassen. Als einen harten Brocken sehe ich die auf unerträgliche Weise ungleich verteilten öffentlichen Förderungen, die zum Großteil an wenige Großbetriebe gehen. Man muss diese Kommissionen endlich als „befangen“ erklären, sie sollen aus Gründen der Korruption nicht mehr für sich selbst günstige Verteilerkriterien beschließen dürfen.
  1. Wäre es möglich, der derzeitigen Allmacht der Dreieinigkeit von Raiffeisen, Bauernbund und Kammer bei der Steuerung der Agrarpolitik einen Riegel vorzuschieben? Sie sind es, die mit ihrem Einfluss den tödlichen Wettkampf bei Bauern steuern.

Fazit:  Es gibt sicherlich noch mehrere Möglichkeiten, wie mit sehr kompetenten  Partnern mit verschiedenen Ansätzen an verschiedenen Stellen an einer neuen Politik gearbeitet werden kann. Das ist ein Ansatz, bei dem schrittweise ein Thema in die Hand genommen wird und dieses auf Basis der gesetzlichen Möglichkeiten zunächst neben den derzeit zuständigen Machthabern bearbeitet wird.

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